Die plastische Chirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet, bei dem eine Anzahl operativer und nicht operativer Techniken angewendet werden, das Erscheinungsbild und die Funktion eines menschlichen Körpers zu verändern. [1] Die Verfahren der plastischen Chirurgie umfassen sowohl kosmetische Verschönerungen als auch die funktionelle, operative Rekonstruktion. Früher, als der Ästhetik mehr Bedeutung zugemessen wurde als der Funktionalität, wurde die plastische Chirurgie auch kosmetische Chirurgie genannt. Die meisten Verfahren beinhalten sowohl ästhetische als auch funktionelle Komponenten.
Ein Brustimplantat ist eine Prothese, die dazu verwendet wird, die weibliche Brust zu vergrößern (auch als Brustaugmentation, Brustvergrößerung, vergrößernde Mammoplastik, mammoplastische Augmentation oder umgangssprachlich „Busenjob“), vornehmlich aus kosmetischen Gründen; die Rekonstruktion der Brust (z.B. nach einer Mastektomie; oder um eine genetisch bedingte Deformation zu korrigieren) oder unter dem Aspekt einer weiblichen der männlichen operativen Geschlechtsumwandlung. Laut der nordamerikanischen Gesellschaft plastischer Chirurgen ist die Brustaugmentation das in den USA am häufigsten praktizierte kosmetisch- chirurgische Verfahren. Im Jahr 2006 wurden in den USA 329.000 Brustvergrößerungen vorgenommen.
Die Brustverkleinerung oder reduzierende Mammoplastik stellt ein operatives Verfahren dar, das die Verkleinerung der Brust durch Entfernung überschüssiger Fett- und Hautpartien, aber auch des Brustdrüsengewebes umfasst; es kann aber auch eine Methode zur Behebung einer hängenden Brust einschließen. Ebenso wie bei der Brustaugmentation wird dieses Verfahren meistens bei Frauen angewendet, kann aber auch bei Männern eingesetzt werden, die von Gynäkomastie betroffen sind.
Das Facelifting ist ein kosmetisches Operationsverfahren, das zur Anhebung sich senkenden Gesichtsgewebes und zur Entfernung überschüssiger Gesichtshaut eingesetzt wird. In der medizinischen Terminologie oft als Rhytidektomie bezeichnet, wurde das Gesichtsliftung zuerst vor mehr als hundert Jahren vorgenommen, wobei anfangs kleine Einschnitte zur Entfernung geringer Hautpartien nahe der Ohren und entlang des Haaransatzes gemacht wurden, um die lockere Gesichtshaut zu straffen.
Die Fettabsaugung, die auch als Lipoplastik („Fettmodellierung“), Liposkulptur oder absaugende Lipektomie („Fettentfernung durch Absaugung“) bekannt ist, stellt einen kosmetischen, operativen Eingriff dar, bei dem Fett an vielen unterschiedlichen Stellen des menschlichen Körpers entnommen wird. Die betreffenden Bereiche können vom Abdomen, den Schenkeln, das Gesäß bis zum Nacken, den hinteren Armzonen oder sonstwo alles einschließen. Normalerweise wird das Fett über eine Kanüle (ein hohles Rohr) und einen Aspirator (einen Absaugapparat) entfernt.